Bei den Regionsmeisterschaften der Leichtathleten am 09. und 10. Mai 2026 in Siegburg präsentierte sich der TV Herkenrath mit zahlreichen starken Leistungen, persönlichen Bestleistungen und mehreren Medaillenrängen in hervorragender Form.
Besonders erfolgreich verlief das Wochenende für Aileen Bilstein bei den Frauen. Im Speerwurf sicherte sie sich mit starken 35,93 Metern den Regionsmeistertitel und stellte gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung auf. Auch im Hochsprung überzeugte sie mit übersprungenen 1,59 Metern und einer weiteren persönlichen Bestleistung. Die Höhe von 1,62 Metern wurde nur hauchdünn gerissen. Zum 2. Mal an diesem Tag Wochenende stand sie damit auf dem obersten Podestplatz. Im Weitsprung belegte Bilstein mit 4,98 Metern Rang sieben, zeigte sich mit ihrer Leistung jedoch selbst nicht zufrieden.
Einen weiteren Regionsmeistertitel holte die männliche U18-Staffel über 4×100 Meter. Leon Hafener, Wim Erdmann, Tim Weiß und Liban Dülken lieferten sich in einem gemischten Zeitlauf mit Staffeln aus Männer- und U20-Klassen ein packendes Rennen. Trainer Ralph Weiß kommentierte den Lauf folgendermaßen: „Nach einem schwachen Start kämpfte sich das Quartett eindrucksvoll zurück und überholte in der zweiten Kurve gleich zwei Staffeln.“ Zwar wurde das Team kurz vor dem Ziel noch knapp abgefangen, dennoch reichte die neue persönliche Bestzeit von 46,22 Sekunden zur Goldmedaille in der Altersklasse U18 und damit zum Titel „Regionsmeister“.
Auch in den Einzeldisziplinen der männlichen U18 gab es starke Leistungen. Wim Erdmann lief über 100 Meter im Vorlauf mit 11,93 Sekunden persönliche Bestzeit und erreichte im Finale Rang zwölf in 12,03 Sekunden. Leon Hafener steigerte sich im Vorlauf auf 12,26 Sekunden Saisonbestleistung und belegte im Finale Platz 16 mit 12,38 Sekunden. Tim Weiß kam im Vorlauf auf 12,46 Sekunden. Hier machte sich der Altersklassenwechsel noch bemerkbar – bei den Jahrgängen 2010 hätte diese Zeit bereits Rang sechs bedeutet.
In der weiblichen Jugend U18 belegte Lena Terstesse über 100 Meter Hürden in 15,36 Sekunden den zweiten Platz. Das Ergebnis zeigt jedoch noch den Trainingsrückstand nach einer langen verletzungsbedingten Pause.
Bei den Jugendlichen der Altersklasse M14 überzeugte Max Junggeburth gleich mehrfach. Im 100-Meter-Lauf erreichte er im Vorlauf mit 12,3 Sekunden Rang vier und gewann im Finale mit 12,4 Sekunden die Bronzemedaille. Im Weitsprung belegte das Nachwuchstalent mit 5,20 Metern Platz vier, blieb aufgrund mehrerer Fehlversuche jedoch unter seinen Möglichkeiten. Auch hier fehlte noch etwas Wettkampferfahrung. Yann-Hendrik Baum erreichte im Weitsprung mit persönlicher Bestleistung von 4,66 Metern Rang acht. Über 100 Meter steigerte er sich gleich zweimal: Nach 13,3 Sekunden und Platz neun im Vorlauf lief er im Finale erneut persönliche Bestzeit mit 13,14 Sekunden und wurde Sechster.
In der weiblichen Jugend W15 erreichte Fabienne Kröner über 100 Meter mit 14,08 Sekunden Platz 18 im Vorlauf. Über 800 Meter zeigte sie dann anschließend einen kämpferisch starken Lauf und holte mit persönlicher Bestleistung von 2:48,9 Minuten den 2. Platz und damit die Silbermedaille. Erst auf den letzten 100 Metern fehlte Ihr etwas die Kraft.
Lotta Hanusa lief in der W14 über 100 Meter sowohl im Vorlauf als auch im Finale starke Zeiten. Mit 14,04 Sekunden stellte sie zunächst persönliche Bestleistung auf und erreichte Platz 15. Im Finale belegte sie mit 14,05 Sekunden Rang 13. Das Trainerteam sieht bei ihr noch deutliches Entwicklungspotenzial.
Im Weitsprung der W13 sprang Fiona Wedertz mit 4,36 Metern persönliche Bestleistung und belegte Rang neun. Auch bei ihr erkennen die Trainerinnen und Trainer weiteres Potenzial für die kommenden Wettkämpfe.
Greta Giesemann belegte im Weitsprung der weiblichen U18 mit 4,12 Metern Platz neun. Zwei ungültige Versuche verhinderten eine bessere Platzierung – auch hier fehlt noch etwas Wettkampferfahrung.
Bei den Männern überzeugte Luca Böhmer über 400 Meter mit einem hervorragend eingeteilten Rennen. In 51,70 Sekunden belegte er Rang fünf und verbesserte seine persönliche Bestleistung deutlich um mehr als eine Sekunde. Kolja Ewert wurde in 57,58 Sekunden Elfter der Gesamtwertung und Andreas Schulze erreichte in 61,32 Sekunden Platz zwölf. Beide starteten in der Altersklasse M55.
Der TV Herkenrath blickt insgesamt auf ein sehr erfolgreiches Meisterschaftswochenende mit zahlreichen persönlichen Bestleistungen, Medaillen und vielversprechenden Nachwuchsleistungen zurück. Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung vieler junger Athletinnen und Athleten, die trotz teilweise noch fehlender Wettkampferfahrung ihr Potenzial eindrucksvoll andeuteten.




